Château Les Pins 2006 und 2010

Eine Liebe im Languedoc

Im Languedoc gibt es ein altes Märchen, nachdem sich ein junger Graf unsterblich in ein einfaches Bauernmädchen verliebt haben soll.

imageNatürlich war dieser Liebe keine Zukunft gegeben. Der Vater des Grafen verbot die Verbindung schlichtweg aus standesrechtlichen Gründen und die Eltern des Bauernmädchens sperrten ihre auf unchristlichen Abwegen empfundene Tochter jeden Tag nach getaner Arbeit in ihrer Kammer ein.

Man merkt schon, dass die Geschichte kein wirklich gutes Endes nehmen konnte. Beide, der junge Graf und die nach der Überlieferung ausnehmend hübsche Bauerntochter, waren entsprechend verzweifelt, sahen sich ihrer Zukunft beraubt und erwogen den in ihrer Situation literarisch gut dokumentierten Ausweg des gemeinsamen romantischen Freitods.

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Preis-Genuss-Verhältnis

Ein für allemal: Das Konzept vom Preis-Genuss-Verhältnis ist Kappes, Kohlenrutsche, Kartoffelsack!

 Also erst einmal vorweg: Ich bin kein esoterisch geprägter zurück-in-die-Steinzeit-damals-war-alles-besser-es-lebe-der-Tauschhandel-bitte-kein-Fleisch-Ernte-nur-bei-Vollmond-Aktivist (wem habe ich jetzt nicht auf die Füße getreten?).

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Traubenreisen

Wenn Trauben eine Reise tun…. dann entstehen zumindest Geschichten.

Die berühmteste Geschichte ist wohl die des Spätlesereiters aus dem Rheingau.

Denkmal Spätlesereiter im Schloss Johannisberg im Rheingau, Hessen, Deutschland

Denkmal Spätlesereiter im Schloss Johannisberg im Rheingau, Hessen, Deutschland

Bis ins 18. Jahrhundert hinein war der Lesetermin häufig weniger vom Reifezustand der Trauben, als von den steuerlichen Interessen der Obrigkeit geprägt. Um die geerntete Traubenmenge als Basis zur Bestimmung des Zehnten besser kontrollieren zu können, waren die Grundherren darauf bedacht, die Weinlese in einem Rutsch, ohne Unterbrechung, durchführen zu lassen. Um keine Verluste durch faulendes Material zu erleiden orientierte sich der Lesebeginn an der am frühesten reifen Sorte (damals der ertragreiche Elbling). Alle anderen Rebsorten wurden gleich mitgeerntet und blieben damit natürlich häufig unter ihren Möglichkeiten. Das Ende der Lese war üblicherweise der 16. Oktober, der Gallustag („An Galles schaff` haam alles!“- schön, oder?). Weiterlesen