Weingut Fritz Allendorf, Quercus Pinot Noir 2013

Göttliche Eingebung

Quercus –   lat. „Eiche“

Die Eiche galt in der griechischen Mythologie als Baum des Göttervaters Zeus.

In der antiken griechischen Stadt Dodona befand sich das Eichenorakel, das nach Delphi bedeutendste Orakel Griechenlands. Drei weißgekleidete Frauen vernahmen aus dem flüsternden Rauschen der Blätter die Stimme des Göttervaters und übermittelten dessen Botschaften in mehr oder weniger klaren Worten an die Menschheit.

So war es in der guten alten Zeit.

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Pinot Gris Grand Cru Zotzenberg 2007 Domaine Armand Gilg, Elsass -Kellershots

Kellershots ? Ein Bild, ein Wein, ausnahmsweise keine langen Worte:

Der Gänsefänger aus Mittelbergheim

Aktuelle Jahrgänge um die € 14,00

Wenn man diesen Wein öffnet, den verzögert austretenden Duft wahrnimmt, der so viele Ahnungen und Lust auf mehr herbeiträgt, wie der erste warme Frühlingswind, der befielt sich zu entfalten, groß zu werden und aufzugehen im Spiel der Natur, wenn man spürt, wie sich Aromen entwickeln von Karamell, reifer Mango und Erdbeere, wenn sich dann fruchtige, ölige, süße, aber nie zuckrige Rinnsale in die Kehle ergießen, dann klopft es plötzlich an die Tür und draußen steht eine ganze Schar von Gänsen, die freudig ihre Leber anbieten. …..Ja, genau so ist das in Frankreich, Ihr könnt es mir glauben, ich war da….

Riesling Grand Cru Zotzenberg 2007 Domaine Armand Gilg, Elsass – Kellershots

Kellershots ? Ein Bild, ein Wein, ausnahmsweise keine langen Worte:

Stammt aus den höchsten und kalkhaltigsten Lagen des Zotzenberg, beim Kauf vor 7 oder 8 Jahren unter € 12,00 (warten lohnt sich)

Ich mag reifen Riesling und der hier widerspricht allen, die behaupten Elsass sei langweilig! Wobei, wenn man langweilig so interpretiert, dass man eine lange Weile warten sollte, bis man ganz besonders spannende und ausdrucksstarke Nuancen erleben kann, dann stimmt es wieder (und dann hat man eine lange Weile was davon). Ein guter Wein ist halt nix für Hektiker, Geduld ist eine wesentliche Tugend und nicht alles was morgens im Handel ist muss nachmittags getrunken werden. Weiterlesen

FR3UNDESKREISW3IN, Bonner Manufaktur

Weißweincuvée QBA, Rheinhessen

Rosé QBA, Rheinhessen

So, und genau deshalb liebe ich Wein!

3 verrückte Jungs, Khalid, Dan und Daniel, tun sich zusammen und kreieren ihren eigenen Wein, einfach weil sie Bock drauf haben, Wein geil finden und überlaufen vor Ideen und Tatendrang.

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Cuvée Marianna, Extra Brut „Vino Spumante di qualità“ vom Sektgut Arunda

Kellershots ? Ein Bild, ein Wein, ausnahmsweise keine langen Worte:

Cuvée Marianna, Extra Brut „Vino Spumante di qualità” vom Sektgut Arunda, Südtirol, um die gerne gezahlten € 25,00

Hinter diesem Wein steht Sepp Reiterer, der seit 1979 auf 1200 Meter Höhe in Südtirol Dinge vollbringt, von denen viele Kollegen in der Champagne nur träumen können. Reiterer ist ein Verrückter, ein Besessener, der seine Idee von einem flaschenvergorenen Schaumwein (weniger Sexy geht das in der deutschen Sprache nicht, siehe hierzu den Artikel von den Dingen und ihren Namen) so penibel in die Tat umgesetzt hat, dass es ganz nahe an Perfektion grenzt. Ein spannender, freundlicher, enthusiastischer Typ, der ganz pragmatisch, das Beste an Vino Spumante produziert, was man sich nur vorstellen kann.

Eine Beschreibung der Cuvée Marianna könnte so aussehen: Weiterlesen

Von den Dingen und ihren Namen

Cuvée Marianna, Extra Brut „Vino Spumante di qualità” vom Sektgut Arunda, Südtirol

Ein Champagner ist ein Champagner, ist ein Champagner und darf nur aus der Champagne stammen!

Soweit ist das klar, die Winzer in der Champagne freuen sich und der Rest in Frankreich und der ganzen großen weiten Welt guckt doof aus der Wäsche.

Es gibt wohl kaum ein anderes Wort, das so treffend mit bestimmten Assoziationen verbunden ist, wie „Champagner“. Dieses Wort steht für das Besondere, für festliche Anlässe, für überschwängliche Freude, für Feiern, für Siege, für intimste, sinnliche Momente, für Reichtum, für „wir haben es geschafft“, für Hochzeit, für Jahrestag und den Gewinn jeglicher Meisterschaft, für so richtig auf den Putz hauen und den Glamour der großen weiten Welt.

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Weinempfehlung zu Mammut à point

2011er Spätburgunder Sekt „brut nature“ aus dem Hause Clemens Busch, Pünderich/Mosel

Ein Blanc de Noire in klassischer Flaschengärung, zero Dosage, ungeschwefelt. Teil eines Paketes, das sich mit dem Thema Naturweine beschäftigt hat und kurz vor Weihnachten 2016 in kleinen Mengen ausgeliefert wurde. Alle in diesem Paket befindlichen Weine sind nicht auf der normalen Angebotsliste des Weingutes zu finden und wurden nur in kleine Mengen, als Experiment hergestellt……macht schon eine lange Nase und weckt Begehrlichkeiten, oder? (Mein innerer Schweinehund setzt gerade seine Sonnenbrille auf und singt die ganze Zeit „ich hab` sie und Ihr nicht, ich hab´ sie und Ihr nicht“ vor sich hin – unsozialer Mistkerl, möge er für den Rest dieses Berichtes schweigen.)

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Jörn Goziewski – Riesling Joern Basis trocken 2014

Riesling meets Burgunder…….ohne Burgunder

Es gibt andere Varianten der nun folgenden Geschichte.

Möglicherweise erzählt selbst einer der beteiligten Protagonisten diese Geschichte auf eine ganz andere Art und Weise und….. möglicherweise hat er auch einen Grund dazu. Möglicherweise war auch irgendwo Alkohohl im Spiel, aber von diesen Dingen weiß ich nichts.

Wenn zwei Menschen Gleiches betrachten, sehen sie nicht das Gleiche. Wenn zwei Menschen den gleichen Wein verkosten, schmecken sie nicht das Gleiche. Die reale Welt ist verhüllt durch die Nebel unserer Eitelkeiten, Hoffnungen, Zwänge und Erfahrungen. Um den Schleier dieses Nebels zumindest ein wenig zu lüften, werde ich nun berichten, wie es sich wirklich zugetragen hat. Ich kenne die Wahrheit, ich muss sie kennen, denn ich habe den Wein getrunken, um den es hier geht (und wenn Ihr diesen Wein trinkt und Euch an meine –richtige- Variante der Geschichte erinnert, werdet Ihr mir Recht geben!):

Es war einmal ein junger Winzer, der hatte einen Traum und einen kleinen Weinberg von nur 1,3 Hektar. Weiterlesen

Vincent Girardin Santenay Clos de Tavannes Premier Cru 2011

Die Lage des Clos de Tavannes ist nobel. Burgund, südliche Côte de Beaune, direkt neben der 1er-Cru-Lage Les Gravières, die noch zur Appelation Santenay gehört, und auf der anderen Seite die Grenze bildend zur Weltmacht Chassagne-Montrachet mit seinen drei Grand-Cru-Lagen (Le Montrachet, Bâtard-Montrachet und Criots-Bâtard-Montrachet – wie man sich zumindest die Namen der 5 weißen Grands Crus du Montrachet merken kann, findet Ihr hier ! Dieses Wissen ist wichtig, macht wichtig und schindet – richtig, d.h., beiläufig, verwendet, brutal Eindruck).

Im klassischen Nachbarschaftsverständis bewegen wir uns also hier nicht unbedingt in Köln-Chorweiler oder Berlin-Marzahn. Beverly-Hills scheint da schon eher vergleichbar zu sein, obwohl ich das Burgund als Wohngegend natürlich immer vorziehen würde. Weiterlesen

Eselsbrücke im Burgund

Für Klugscheißer:

„Eine Eselsbrücke um sich die Namen der Grands Crus du Montrachet zu merken und um sie Eindruck schindend wieder abzusondern.“

Also vorweg, die Lagen heißen:

  • Le Montrachet (mit Mäuerchen drumrum und Eisentor)
  • Chevalier-Montrachet (über 10% Steillage)
  • Bâtard-Montrachet (nach Westen, nur durch ein Straße von Montrachet getrennt)
  • Criots-Bâtard-Montrachet (kleinste Montrachet-Lage)
  • Bienvenue-Bâtard-Montrachet (kaum 20.000 Flaschen pro Jahr)

…..aber das einfach zu wissen reicht nicht!

Daher:

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