Traubenreisen

Wenn Trauben eine Reise tun…. dann entstehen zumindest Geschichten.

Die berühmteste Geschichte ist wohl die des Spätlesereiters aus dem Rheingau.

Denkmal Spätlesereiter im Schloss Johannisberg im Rheingau, Hessen, Deutschland

Denkmal Spätlesereiter im Schloss Johannisberg im Rheingau, Hessen, Deutschland

Bis ins 18. Jahrhundert hinein war der Lesetermin häufig weniger vom Reifezustand der Trauben, als von den steuerlichen Interessen der Obrigkeit geprägt. Um die geerntete Traubenmenge als Basis zur Bestimmung des Zehnten besser kontrollieren zu können, waren die Grundherren darauf bedacht, die Weinlese in einem Rutsch, ohne Unterbrechung, durchführen zu lassen. Um keine Verluste durch faulendes Material zu erleiden orientierte sich der Lesebeginn an der am frühesten reifen Sorte (damals der ertragreiche Elbling). Alle anderen Rebsorten wurden gleich mitgeerntet und blieben damit natürlich häufig unter ihren Möglichkeiten. Das Ende der Lese war üblicherweise der 16. Oktober, der Gallustag („An Galles schaff` haam alles!“- schön, oder?). Weiterlesen

Elbling 2012 von Stephan Steinmetz

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Tolkien irrte !

Der Elbe an sich ist weder groß, noch schlank und schön, noch übermenschlich kraftvoll, geschickt und schnell, hat sicher keinen endlos überlegenen Geist und schon lange keine hochentwickelte Moral – und auch keine spitzen Ohren!
Obwohl, das mit den Ohren könnte doch stimmen.

Ich muss das wissen, denn ich habe heute Abend einen 2012er Elbling vom Weingut Stephan Steinmetz an der Obermosel getrunken!

Der Elbe ist gnomenhaft klein und dicklich, extrem lustig, trägt einen wilden, zerzauselten Bart, lebt in Weinflaschen und stürzt sich – nur einen (nicht wirklich) verwerflichen Zweck verfolgend – mit dem ersten Einschenken ins Glas!
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