Wenn Trauben eine Reise tun…. dann entstehen zumindest Geschichten.
Die berühmteste Geschichte ist wohl die des Spätlesereiters aus dem Rheingau.
Bis ins 18. Jahrhundert hinein war der Lesetermin häufig weniger vom Reifezustand der Trauben, als von den steuerlichen Interessen der Obrigkeit geprägt. Um die geerntete Traubenmenge als Basis zur Bestimmung des Zehnten besser kontrollieren zu können, waren die Grundherren darauf bedacht, die Weinlese in einem Rutsch, ohne Unterbrechung, durchführen zu lassen. Um keine Verluste durch faulendes Material zu erleiden orientierte sich der Lesebeginn an der am frühesten reifen Sorte (damals der ertragreiche Elbling). Alle anderen Rebsorten wurden gleich mitgeerntet und blieben damit natürlich häufig unter ihren Möglichkeiten. Das Ende der Lese war üblicherweise der 16. Oktober, der Gallustag („An Galles schaff` haam alles!“- schön, oder?). Weiterlesen
